Fußballverein Steinbach (1919 - 1999)
Blick in die Vereinsgeschichte
Die Angaben zur Geschichte des Vereins zwischen 1919 und 1988 basieren auf Recherchen unseres leider verstorbenen Ehrenmitgliedes Leo Barth sen., dem an dieser Stelle noch einmal ein großer Dank gebührt für seinen interessanten Blick in die Vereinsgeschichte des Fußballvereins Steinbach. Die Daten und Fakten aus der jüngeren Vereinsgeschichte (1989 bis 2003) hat Günter Jung zusammengetragen.
Schon 1913 wurden in Steinbach Versuche unternommen, einen Sportverein ins Leben zu rufen. Der Ausbruch des 1. Weltkrieges vereitelte dies. Erst 1919 zeigten die Bemühungen Erfolg. Heinrich Schmitt (1. Vorsitzender), Jakob Kuhn (Schriftführer) und Franziskus Kuhn (Kassenführer) bildeten den ersten Vorstand des Vereins "L-Friede" (später "Elfriede") Steinbach. Die erste Satzung wurde am 29. Juli 1921 erstellt, dem Verein gehörten 25 Mitglieder an. Das Vereinslokal befand sich in der Gastwirtschaft Wwe. Kirsch, die Vereinsfarben waren schwarz-weiß-rot. Von einem regelmäßigen Spielbetrieb konnte damals noch keine Rede sein, man schloß Freundschaftsspiele mit den bereits bestehenden Vereinen ab, als Transportmittel für die Spieler dienten Lastwagen der Brauereien.
1929 nahm der Verein dann erstmals an einem geordneten Spielbetrieb teil. 1931 wechselte der Verein sein Vereinslokal und zog ins Gasthaus Graf. Den ersten Meistertitel errang der Sportverein "Elfriede" 1932 nach einem 1:0-Sieg in Hasborn. Nach der Saarabstimmung 1935 änderte der Verein sein Trikot. Man trug nun ein weißes Trikot mit rotem Brustring. Leider liegen aus den Jahren 1921 bis 1941 keine weiteren Unterlagen mehr vor.
Der Sportverein wurde durch den Ausbruch des 2. Weltkriegs stark geschwächt. Viktor Schmitt war es zu verdanken, dass der Spielbetrieb nicht eingestellt werden musste. Er gründete im Jahre 1944 die Notspielgemeinschaft Schaumberg mit Sitz in Steinbach. Nach Ende des Krieges wurde diese im Juni 1945 wieder aufgelöst. Der Sportverein "Elfriede" Steinbach bestritt dann sein erstes Freundschaftsspiel gegen "Blau-Weiß" Thalexweiler und verlor mit 2:4 in folgender Aufstellung : Erwin Schug, Alois Spaniol, Walter Buchholz, Edmund Schmitt, Arthur Schirra, Erwin Müller, Ewald Groß, Josef Spaniol, Alfred Kreuz, Herbert Berwian und Peter Nikolay.
1955 erhielt der Sportverein Steinbach erstmalig den Fairnesspreis des SFV. Den guten Ruf nutzte man, einen Antrag auf Bau eines neuen Sportplatzes zu stellen. Der erste Platz, ein Provisorium in der Naindailing, hatte nur ca. 5 Jahre bestanden. Der zweite Platz, von den Mitgliedern im Seiterswald angelegt, musste 1935 dem Bau der Josef-Bürckel-Siedlung weichen. Noch dreimal, 1948, 1951 und 1958, wurde der Platz neuem Bauland geopfert und musste oberhalb der jetzigen Försterstraße jeweils weiter nach oben verlegt werden. So wurde dann 1958 die Fa. Backes aus Hasborn mit der Neuanlegung des Sportplatzes, um weitere 50 Meter nach oben, beauftragt. Die Lage war ideal, von drei Seiten war der Platz mit Wald umgeben. Mit einem großangelegten Sportfest am 23. und 24. August 1958 wurde der neue Sportplatz schließlich seiner Bestimmung übergeben, dank der tatkräftigen Unterstützung der Toto GmbH. Der jetzige Platz, 1975 mit neuen Drainagen und Kesselasche versehen, hatte in dem Praktikanten der Fa. Backes, Albert Wagner, dem späteren Direktor der Saar-Toto GmbH, einen mächtigen Fürsprecher.
Die erste Meisterschaft nach dem 2. Weltkrieg errang der Sportverein "Elfriede" Steinbach 1953 unter Trainer Leo Barth sen.. In Bubach gewann man das Entscheidungsspiel mit 5:2 gegen Eiweiler und stieg in die B-Klasse (heutige Kreisliga A) auf. Es spielten damals : Walter Buchholz, Herbert Berwian, Edwin Buchholz, Josef Johann, Richard Rackow, Hans-Günter Kreuz, Eduard Salm, Alois Rauber, Rudolf Schug, Paul Sommer und Engelbert Lauck. Aufgrund des plötzlichen Todes von Pastor Emil Müller, der einen Tag zuvor einem Herzschlag erlegen war, wurde auf große Feierlichkeiten verzichtet.
Im Jahre 1955 wies der Sportverein 91 Mitglieder auf, 48 aktive und 43 inaktive.
Schon 1956 wurde das Spielerpotential des Sportvereines immer dünner, die Jugendmannschaft musste abgemeldet werden. Die Gründung neuer Dorfvereine mit anderen Interessen verlangte seinen Tribut. Dennoch wurde der Fußballverein in der Saison 1955/56 unter Trainer Presser (Schmelz) Meister und schaffte den Aufstieg in die A-Klasse (heutige Bezirksliga). Der Vorsitzende Viktor Schmitt erhielt für seine besonderen Verdienste am 08. Juli 1956 vom Saarl. Fußballverband die Bundesehrennadel des DFB.Mehrere Sportfeste in den Jahren 1958, 1960, 1964 und 1966 sicherten der Vereinskasse eine solide Grundlage. Am 04.02.1963 wurde der Fußballverein beim Amtsgericht Tholey als e. V. eingetragen.
1965 wurde die Nordseite des Sportplatzes mit Barrieren eingegrenzt. Im Frühjahr 1966 wurde die Sportanlage mit Pyramidenpappeln angepflanzt. Sportlich waren die Jahre 1965 bis 1967 problematisch, die Spielerdecke wurde so dünn, dass nur unter größten Anstrengungen Sonntag für Sonntag 11 Mann zur Verfügung standen. Die 2. Mannschaft musste abgemeldet werden, 1966 stieg man in die C-Klasse (heutige Kreisliga B) ab. Aufwärts ging es wieder in der Saison 1968/69. Nachdem mit Manfred ("Solo") Schöndorf in Steinbach der erste bezahlte Trainer verpflichtet wurde, gelang der 1. Mannschaft, ein Jahr zuvor noch Tabellenletzter, nach einer starken Saison hinter Uchtelfangen die Vizemeisterschaft in der C-Klasse Ill-Theel. Spielertrainer Schöndorf erzielte 32 Saisontore.
1968 wurde eine Hälfte der Spielfläche mit einer Flutlichtanlage versehen, das erste Training unter Flutlicht fand am 09.01.1969 statt. 1969 wurde der Sportplatz mit roter Kesselasche überfahren. Die Verbesserung der Anlage und der sportliche Aufschwung brachten dem Verein einen großen Mitglieder-zuwachs. Ende 1969 zählte der Verein 153 Mitglieder. Im gleichen Jahr wurden die bisherigen Holztore durch Alu-Tore ersetzt. 1970 wurde vom Sportplatz zum Festplatz eine Treppe errichtet. Im März 1971 beschloss der Verein, die Vereinsfarben in violett zu ändern. In der Jahreshauptversammlung am 04.09.1971 wurde der bisherige Name des Sportvereins "Elfriede" in "FV Steinbach" geändert. Im Herbst 1971 konnten auch die Barrieren auf der Ost- und Südseite des Sportplatzes angebracht werden.
1970 hatte mit Wilfried Müller ein neuer Mann das Training in Steinbach übernommen. Nach einem guten 3. Platz im ersten Jahr schaffte die 1. Mannschaft unter seiner Leitung in der Saison 1971/72 die Meisterschaft und den Aufstieg in die B-Klasse (heutige Kreisliga A). In der entscheidenden Partie am letzten Spieltag schlug man Wemmetsweiler mit 4:0, während der punktgleiche Zweite Welschbach in Dörsdorf mit 1:5 verlor. Das letzte Spiel bestritt Steinbach in folgender Aufstellung : Gerhard Gerstner, Benno Schmitt, Josef Schmitt, Helmut Müller, Fred Müller, Peter Groß, Christian Jeglorsch, Manfred Krämer, Willi Balzer, Leo Barth jun., Alwin Schedler (mit 27 Treffern Torschützenkönig). Auch die 2. Mannschaft wurde in dieser Runde überlegen Meister mit 45 : 1 Punkten und 146 : 23 Toren.
In der Jahreshauptversammlung am 10.09.1972 trat Viktor Schmitt aus dem Fußballverein aus. Ihm sei an dieser Stelle für seinen unermüdlichen Einsatz und seine aufopfernde Tätigkeit zum Wohle des Vereins herzlich gedankt. Schmitt war 25 Jahre 1. Vorsitzender. Sein Nachfolger wurde 1972 Emil Spaniol. Ende 1972 konnte die Flutlichtanlage fertiggestellt werden. 1973 war der FV Steinbach Ausrichter des Heimatfestes. Drei Tage wurde gefeiert, das Fest war ein voller Erfolg. Eine besondere Ehre wurde Ehrenmitglied Hans Perius zuteil. Ihm wurde im Juli 1974 die "Goldene Pfeife" für 20-jährige aktive Schiedsrichtertätigkeit verliehen. Gottlieb Kreutzer erhielt am 03.08.1974 die Verbandsehrennadel.
Im Jahre 1975 wurde mit dem Bau der Umkleidekabine begonnen. Gleichzeitig wurde hinter dem Tor zur Seitersstraße ein 4 Meter hoher Fangzaun angebracht. Auf der Seite zur Försterstraße wurde ein Sicherheitszaun errichtet. Am 31.07.1975 begannen die Arbeiten am Sportplatz, Drainagen und Spielfläche wurden erneuert. Am 10.08.1975 wurde Ernst Johann zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Nach Jakob Michely (Saison 74/75) und Herbert Stöhr (75/76) übernahm Wieland Fischer im August 1976 für die nächsten beiden Jahre das Training beim FV Steinbach. Der langersehnte Augenblick kam am 01.04.1977. Nach zweijähriger Bauzeit wurde die Umkleidekabine mit Wirtschaftsraum (heutiges Vereinsheim) seiner Bestimmung übergeben. Die Kosten beliefen sich auf 170.000 DM, die Gemeinde zahlte 130.000 DM, die restlichen 40.000 DM waren Eigenleistungen desVereins. Im Juli erhielt Hugo Schirra für besondere Verdienste in der Jugendarbeit die Verbandsehrennadel. Im August wurde Emil Spaniol neuer 1. Vorsitzender.Für die Saison 1978/79 verpflichtete der Verein Rudi Schäfer aus Gresaubach als neuen Trainer. Aus Anlaß des 60-jährigen Bestehens führte der Verein vom 29.06. bis 07.07.1979 eine erfolgreiche Sportwerbewoche durch. Zum neuen 1. Vorsitzenden wurde im August 1979 Hans Schu gewählt. Rudi Schäfer beendete am 18.10.1979 seine Trainertätigkeit, zwei Wochen später übernahm erneut Wieland Fischer das Traineramt beim FV Steinbach. Im Jahre 1980 führte der FV erstmalig das Turnier "Unser Dorf spielt Fußball" durch. Die Jahreshauptversammlung im März 1980 wählte Edmund Klein zum 1. Vorsitzenden. Nach sehr erfolgreicher Arbeit von Wieland Fischer übernahm am 01.07.1980 Leo Barth jun. als Spielertrainer die sportliche Leitung beim FV Steinbach.
Im Februar 1981 veranstaltete der Fußballverein zum ersten Mal den "Eckball" als Faschings-veranstaltung im Vereinsheim. Helmut Scholl löste am 19.07.81 Edmund Klein als 1. Vorsitzenden ab. Nach mehreren Jahren mit Platzierungen im Mittelfeld konnte die 1. Mannschaft unter Leo Barth jun. 1981 die Vizemeisterschaft hinter Gresaubach erringen, die 2. Mannschaft wurde Meister. Die Saison 1981/82 beendete die 1. Mannschaft mit einem guten 4. Platz, die 2. Mannschaft feierte erneut die Meisterschaft. Für die Saison 1982/83 mußte der FV zum ersten Mal für die A-Jugend eine Spielgemeinschaft mit Dörsdorf eingehen. Am 30.01.1983 wurde Joachim Spaniol zum 1. Vorsitzenden gewählt. Leo Barth jun. beendete mit Ablauf der Saison 1982/83 seine erfolgreiche Trainertätigkeit in Steinbach, die 2. Mannschaft wurde zum 3. Mal in Folge Meister. Nachfolger von Leo Barth wurde Manfred Schöndorf.
Vom 01. bis 11.06.1984 wurde wieder das Dorfturnier durchgeführt, es hieß jetzt allerdings "Unser Dorf bei Sport und Spiel" und wurde in fünf Disziplinen ausgeführt (Fußball, Staffellauf als Sackrennen, Kugelstoßen, Dosenwurf und Ballzielwurf). Mit Beendigung dieses Turniers trat der FV von der Ausführung dieser Veranstaltung zurück, weil er sich aus Anlaß seines 70-jährigen Bestehens für die Ausrichtung des Heimatfestes 1989 bewerben würde. Im Oktober 1984 löste der Verein seinen Trainervertrag mit Manfred Schöndorf. Für die Übergangszeit bis Sommer 1985 übernahm Fred Müller das Training. Den Abstieg der 1. Mannschaft in die Kreisliga B aber konnte auch er nicht mehr verhindern. Kurioserweise wurde die 2. Mannschaft in dieser Saison 84/85 erneut Meister.
Nach 14 Jahren sehr guter Kassenführertätigkeit wurde Erwin Sträßer bei der Jahreshauptversammlung 1985 von Dieter Salm als neuem Kassenführer abgelöst. An dieser Stelle sei Erwin Sträßer für seine aufopferungsvolle Tätigkeit herzlich gedankt. Ein großer Dank gebührt auch Leo Barth sen., der 1985 seine Vorstandsarbeit im Fußballverein nach 13 Jahren beendete. Für die Saison 1985/86 verpflichtete der Vorstand Jörg Wartenpful aus St. Ingbert als neuen Trainer. Dieser blieb nur ein Jahr und beendete die Saison mit der 1. Mannschaft als Tabellenvierter, während die Zweite erneut Meister wurde.
Leo Barth jun. ließ sich dazu bewegen, wieder als Spielertrainer in seinem Heimatort zu arbeiten. Mit großem Erfolg, denn am Ende der Saison durften sowohl die 1. als auch die 2. Mannschaft die Meisterschaft und damit den Wiederaufstieg in die Kreisliga A bejubeln. Die 1. Mannschaft schaffte den Titel nach einem dramatischen Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem SV Ottweiler am vorletzten Spieltag mit einem 6:0-Heimsieg gegen Wiesbach III in folgender Formation : Markus Schirra, Peter Schu, Michael Kutsch, Leo Barth, Thomas Schu, Thomas Willms, Lothar Scherer, Gerd Perius, Manfred Schnur, Jürgen Müller, Rudi Nikolay (bester Torschütze mit 22 Treffern) sowie Joachim Spaniol und Gerhard Müller. Bei der Meisterschaftsfeier am 06.06.1987 im Saale Graf erhielten Emil Spaniol, Hans-Günter Kreuz und Leo Barth sen. die Verbandsehrennadel in Bronze und Helmut Müller dieselbe in Silber.
1987 wurde Carlo Recktenwald neuer 1. Vorsitzender. Erstmalig wurde eine Bandenwerbung am Sportplatz beschlossen. Leo Barth jun. hatte den Vorstand schon früh informiert, dass er seine Trainertätigkeit in der folgenden Saison nicht fortsetzen kann. So wurde für die Spielzeit 1987/88 mit Klaus Kirsch aus Thalexweiler ein neuer Spielertrainer verpflichtet. Beim ersten Heimspiel der neuen Runde, am 09.08.1987, wurde die erste Rostwurst im fertiggestellten Verkaufsstand im Anbau des Vereinsheimes offiziell verkauft. Vom 02. bis 17.06.1988 richtete die Alt-Herren-Mannschaft das "AH-Stadtpokalturnier" aus. Im Endspiel besiegte die AH Steinbach die AH Thalexweiler durch ein Tor von Walter Klose mit 1:0.Vom 28. bis 31.07.1989 war der FV Steinbach anlässlich seines 70-jährigen Vereinsjubiläums Ausrichter des Heimatfestes. Der farbenfrohe Festzug (Motto: "Sport in der Geschichte") und der traditionelle Heimatabend waren nur zwei von zahlreichen Höhepunkten an den Festtagen.
Zum ersten Heimspiel der Saison 89/90 am 20.08.1989 erschien erstmals ein "Stadionheft" als Service für die Zuschauer. Die 1. Mannschaft belegte unter der dreijährigen Trainertätigkeit des sehr eifrigen Klaus Kirsch den 11. (1988), 3. (1989) und 13. Platz (1990), die 2. Mannschaft wurde Zweiter, Fünfter und ein weiteres Mal Meister (1990). Als Nachfolger für Klaus Kirsch konnte für die Saison 1990/91 Karl Klesen aus Scheuern verpflichtet werden.
Gegen Ende des Jahres 1990 wurde im Anbau des Vereinsheimes eine Sauna eingerichtet, die ab Januar 1991 allen Vereinsmitgliedern zur Verfügung stand. Wegen des großen Zuspruchs in den vergangenen Jahren wurde der "Eckball" vom Vereinsheim in den Saal des Gasthauses Graf verlegt, wo er zum ersten Mal am 02.02.1991 stattfand und unter der Mitwirkung der Musikband "Syrius" ein voller Erfolg war. Zur Unterstützung der Interessen des Fußballvereins wurde ein Förderverein gegründet, dessen konstituierende Sitzung am 13.06.91 stattfand. Zum 1. Vorsitzenden wurde Werner Niedermeyer gewählt.Im Januar 1992 wurde ein Umbau im Clubheim in Angriff genommen, im alten Schiedsrichterraum, in dieser Funktion nicht mehr benötigt, entstand eine neue Damentoilette. Apropos Damen ! Ein schon länger bestehendes Interesse an der Gründung einer Damenfußballmannschaft wurde im März 1992 verwirklicht, Mädchen aus Steinbach und Umgebung übten sich, zunächst nur im Training, im Umgang mit dem runden Leder.
Der FV Steinbach konnte unter Trainer Karl Klesen auf seine sportlich erfolgreichste Saison in der Kreisliga A in den letzten 25 Jahren zurückblicken. In der Spielzeit 1991/92 errang die 2. Mannschaft erneut die Meisterschaft, die achte bereits in den letzten 12 Jahren. Die 1. Mannschaft verpasste den Titelgewinn nur denkbar knapp, zwei Punkte fehlten am Ende gegenüber Meister Wiesbach, den man in beiden Saisonspielen geschlagen hatte (1:0 und 4:0). Bis zum 25. Spieltag hatte die Mannschaft nur ein einziges Spiel (in Sotzweiler) verloren, ehe man am 26. Spieltag gegen Wahlschied (0:1 in der 90. Minute, fünf Minuten zuvor hatte man einen Elfmeter verschossen) und am 29. Spieltag in Hierscheid (0:1 in der 94. Minute) alle Chancen auf den Titel verspielte.
Im Mai 1992 wurde bei der Fa. Hell, Lebach, eine längst notwendige Küche für das Vereinsheim gekauft. Im Juni des Jahres wurde die Sportplatzdecke erneuert, 17 Jahre nach der letzten Sanierung. Da der Platz erst frühestens zum 24.07.1992 wieder bespielt werden durfte, musste das für die Zeit vom 09. bis 17. Juli 1992 in Steinbach vorgesehene Turnier um den Stadtpokal abgesagt werden. Im Winter 92/93 wurden die brüchigen Pappeln um den Sportplatz beseitigt und neue Bäume, eine besondere Eichenart, gepflanzt. In der Jahreshauptversammlung am 17.01.1993 wurde Carlo Recktenwald in seinem Amt als 1. Vorsitzender bestätigt. Nach drei erfolgreichen Jahren trennte sich der Verein zum Saisonende von Spielertrainer Karl Klesen. Als Nachfolger sprach sich der Vorstand in seiner Sitzung am 25.02.1993 einstimmig für den bisherigen Jugendtrainer Winfried Wilhelm aus, der sich durch seine exzellente Jugendarbeit in den letzten Jahren eindrucksvoll empfohlen hatte.
Im Rahmen einer Feier am 28.05.1993 wurde Emil Spaniol aufgrund seiner jahrzehntelangen Tätigkeit im Vorstand zum Ehrenmitglied ernannt. Auf der Gegengerade des Sportplatzes wurden Bänke für die Auswechselspieler aufgestellt. Vom 06. bis 18.07.1993 war der FV Steinbach Ausrichter des Stadtpokals für Aktive. Im Finale siegte Gresaubach mit 3:0 gegen Landsweiler, der FV Steinbach unterlag im Spiel um Platz 3 Aschbach im 11-m-Schießen. Getrübt wurde das sportlich gut verlaufene Turnier durch einen nächtlichen Einbruch ins Vereinsheim, bei dem mehrere Wertgegenstände gestohlen wurden.
Über den Jahreswechsel wurden die beiden Umkleidekabinen mit Holz verkleidet. Nachdem das Dach des Saales Graf durch Sturmeinflüsse erheblich beschädigt worden war, und eine Einsturzgefahr nicht ausgeschlossen werden konnte, musste der "Eckball" am 05.02.1994 in die Steinbacher Turnhalle verlegt werden. Die Veranstaltung geriet dennoch wieder zu einem vollen Erfolg, nicht zuletzt durch den starken musikalischen Auftritt der "Blue Birds".Sportlich fand die Saison 1993/94 für den FV Steinbach einen recht positiven Ausklang. Trainer Winfried Wilhelm schaffte mit der 1. Mannschaft einen angesichts der Personalsituation beachtlichen 7. Platz, die 2. Mannschaft feierte gar ihren 9. Meistertitel seit 1981. Winfried Wilhelm stand nach dieser Spielzeit aus privaten Gründen nicht mehr als Trainer zur Verfügung, der Vorstand verpflichtete den gebürtigen Lebacher und jetzt in Schmelz wohnenden Peter Kowol als neuen sportlichen Leiter. Vom 06. bis 12.06.1994 veranstaltete der Fußballverein ein Dorfturnier mit den Disziplinen Fußball, Fußball-Kegeln, Basketball und "Hakenzielschuß". Inmitten dieses Turniers feierte man am 11. Juni in der Turnhalle in gebührendem Rahmen sein 75-jähriges Bestehen. Am gleichen Tag fand nachmittags auf dem Sportplatz ein F-Jugend-Turnier mit 12 teilnehmenden Mannschaften statt, das auf große Resonanz stieß.
In der Jahreshauptversammlung am 15.01.1995 wurde Carlo Recktenwald erneut zum 1. Vorsitzenden wiedergewählt. Auch in diesem Sommer veranstaltete der Verein wieder ein Dorfturnier, das diesmal unter dem schlechten Wetter litt, sowie ein F-Jugend-Turnier am 24.06.1995, das wiederum eine sehr positive Resonanz fand. Am 03.10. 1995 lud der Verein seine Mitglieder in die Gemeinschaftsräume der Schule zu einem beschwinglichen Fest in Form eines "bayerischen Tages" ein.
Nach zwei Spielzeiten beendete Peter Kowol sein Engagement als Trainer beim FV Steinbach. Eine Entscheidung, die von vielen Spielern und Fans bedauert wurde, vor allem, nachdem die 1. Mannschaft nach einem sportlich schwachen Jahr 1995 im neuen Jahr 1996 zu alter Stärke zurückfand und die Rückrunde der Saison 95/96 schließlich bei nur einer Niederlage als zweitbeste Mannschaft hinter Meister Berschweiler abschloß. In den letzten 11 Saisonspielen blieb man ungeschlagen (8 Siege, 3 Remis) und schaffte damit noch den Sprung von Platz 15 (20. Spieltag) auf Platz 8 in der Abschlusstabelle. Für Peter Kowol entschied sich der Vorstand für die Verpflichtung von Rainer Schmidt als neuen Trainer für die Saison 1996/97. Mitte des Jahres 1996 zählte der FV Steinbach 274 Mitglieder.
Das Heimatfest 1996, das vom Fußballverein vom 25. bis 28. Juli ausgerichtet wurde, geriet wieder zum vollen Erfolg. Der traditionelle Festzug (Motto "Beruf und Hobby") zählte ebenso zu den Highlights wie ein Nachwuchs-Musikwettbewerb ("Saar-Rocky"), eine "Mini-Playback-Show" und nicht zuletzt der "Heimatabend". In der Jahreshauptversammlung am 08.12.1996 wurde Thomas Schu zum neuen 1. Vorsitzenden des FV Steinbach gewählt. Carlo Recktenwald, der 10 Jahre lang mit hervorragender Arbeit die Geschicke des Vereins gelenkt hatte, übernahm im neuen Jahr die Führung des Fördervereins, zu dessen 1. Vorsitzenden er bei der Jahreshauptversammlung am 05.01.1997 gewählt wurde.
Aufgrund des Neubaus der Steinbacher Halle wurde der "Eckball" am 08.02.1997 erstmals wieder im Vereinsheim veranstaltet, was der tollen Stimmung keinen Abbruch tat. Sportlich lief es nach der Winterpause nicht optimal, Spielertrainer Rainer Schmidt beendete am 23.03.97 nach einer 0:3-Niederlage seines Teams in Aschbach seine Tätigkeit beim FV Steinbach. Für die restlichen sechs Punktspiele übernahm der 1. Vorsitzende Thomas Schu die Trainingsleitung und führte die Mannschaft noch von Rang 13 auf den 10. Platz in der Abschlusstabelle. Die 2. Mannschaft erreichte einen guten 5. Rang. In einer kleinen gemütlichen Geburtstagsparty feierte der Verein am 03. April 1997 das 20-jährige Bestehen des Vereinsheimes. Der Förderverein veranstaltete dort am 21. Juni eine "Kirmes-Disco".
Für die Spielzeit 1997/98 konnte sich der Verein die Dienste von Michael Schäfer als Spielertrainer sichern. Er hatte schon zwischen 1988 und 1992 als Spieler in Steinbach mitgewirkt, und war dann 5 Jahre lang beim FC Reimsbach in der Verbandsliga tätig gewesen. Nach der Einweihung der neuen Steinbacher Kultur- und Sporthalle am 13.02.1998 war der "Eckball" des Fußballvereins am 14.02.1998 die erste offizielle Veranstaltung in der neuen Halle. Die "Blue Birds" heizten mächtig ein, der "Eckball" war auch diesmal wieder ein voller Erfolg. Eine Neuerung gab es auch im Vereinsheim, im ersten Heimspiel nach der Winterpause, am 15. März 1998, wurde dort erstmals Bitburger Pils vom Faß gezapft.
Vom 02. bis 10. Juni des Jahres wurde wieder das beliebte Turnier "Unser Dorf bei Sport und Spiel" ausgetragen. Beim Stadtpokal in Gresaubach erreichte die 1. Mannschaft nach einem 5:0-Sieg gegen Falscheid am 11.07.98 den 3. Platz und qualifizierte sich damit als Ausrichter für den Stadtpokal 1999 in Steinbach.Bei der Jahreshauptversammlung am 25.10.98 im Vereinsheim wurde Thomas Schu in seinem Amt als 1. Vorsitzender bestätigt. Einen Tag davor, am 24. Oktober, hatten ganze 12 Mitglieder die Jahreshauptversammlung der AH besucht. Aufgrund des mangelnden Interesses wurde beschlossen, die "Kameradschaftskasse" aufzulösen und den Fortbestand der AH nur noch im Spielbetrieb, ohne Vorstand, zu gewährleisten. Die C-Jugend schaffte im Oktober 1998 in einer Entscheidungsrunde in Kastel nach einem 0:0 gegen Hüttigweiler sowie zwei 3:0-Siegen gegen Lauterbach und Theley den Aufstieg in die Bezirksliga. Am 06.02.1999 veranstaltete der Förderverein den "Eckball" in der Kultur- und Sporthalle, wieder mit den "Blue Birds". Sportlich verliefen die ersten beiden Jahre unter Spielertrainer Michael Schäfer sehr zufriedenstellend. Die 1. Mannschaft erreichte mit ihm die Plätze 7 (1998) und 8 (1999), die 2. Mannschaft wurde Neunter und Dreizehnter.
Am 21. und 22. Mai 1999 feierte der Fußballverein in der Kultur- und Sporthalle sein 80-jähriges Vereinsjubiläum. Am Freitag, den 21. Mai, fand in der Halle ein medizinisches Forum mit viel Prominenz, u. a. mit Dr. Klaus Steinbach von der Reha-Klinik Weiskirchen, statt. Musikalisch gestaltet wurde der Abend durch die Gesangsgruppe "Canto". Die gelungene Veranstaltung wurde abgerundet am Samstag, den 22. Mai, mit einem Show- und Sportabend, gestaltet von zahlreichen Steinbacher und auswärtigen Vereinen. Mit diesem 80-jährigen Jubiläum endete gleichzeitig die sportliche Ära des FV Steinbach, der ab der Saison 1999/2000 eine Spielgemeinschaft mit dem RSV Dörsdorf einging.
4 Jahre Spielgemeinschaft Steinbach/Dörsdorf ( 1999 - 2003 )
Ein kurzer Rückblick
Der RSV Dörsdorf hatte 1999 ein sportliches Problem. Mehrere altgediente Spieler hatten dem Verein frühzeitig mitgeteilt, ihre Karriere nach der Saison 98/99 zu beenden. Die Spielerdecke wurde so dünn, dass ein geordneter Spielbetrieb nur noch sehr schwer zu realisieren sein würde. Aus dieser Not heraus wurde die Idee geboren, eine Spielgemeinschaft mit dem FV Steinbach einzugehen. Erste Gespräche wurden zwischen den Verantwortlichen bereits im Januar 1999 geführt. Da man beim FV Steinbach hinsichtlich des Spielerpersonals ebenfalls schon ein wenig pessimistisch in die Zukunft sehen musste, waren die Weichen für eine SG gestellt. Am 09.04.1999 stimmten dann beide Vereine in ihren außerordentlichen Mitgliederversammlungen der Spielgemeinschaft zu.
Sportlich kam die SG schneller als erwartet auf Touren. Beim Stadtpokal-Turnier, vom 09. bis 18.07.99 in Steinbach veranstaltet und von Gresaubach (nach einem 3:0 im Finale gegen Thalexweiler) gewonnen, erreichte die 1. Mannschaft nach einem Sieg gegen Aschbach im 11-m-Schießen den 3. Platz. Spielertrainer Michael Schäfer schaffte es vorzüglich, aus zwei Mannschaften mit unterschiedlichen Spielsystemen in kürzester Zeit eine starke Einheit zu formen, die auch menschlich gut harmonierte. Das historisch bedeutende erste gemeinsame Punktspiel in Dörsdorf am 08. August 1999 gegen Welschbach, das die SG Steinbach/Dörsdorf nach starker Leistung mit 4:0 gewann, war richtungsweisend für den weiteren Saisonverlauf. Vom 2. Spieltag an übernahm die Mannschaft die Tabellenführung in der Kreisliga A Ill-Theel, und gab diese bis zum Saisonende nicht mehr ab. Mit 22 Siegen, 4 Unentschieden und nur 4 Niederlagen feierte die 1. Mannschaft mit 6 Punkten Vorsprung gegenüber dem härtesten Konkurrenten Illingen hochverdient die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Bezirksliga. Damit gelang der Spielgemeinschaft auf Anhieb ein Kunststück, das in über 30 Jahren zuvor weder dem FV Steinbach noch dem RSV Dörsdorf vergönnt gewesen war. Ein Traum wurde wahr !
Kurios am Rande, dass die Meisterschaft mit einer Niederlage besiegelt wurde. Am 07. Mai 2000, dem 28. Spieltag, war der Titelgewinn trotz einer 1:3-Heimpleite gegen Thalexweiler unter Dach und Fach, da Verfolger Illingen in Tholey nur 1:1 spielte und bei 7 Punkten Rückstand endgültig aus dem Rennen war. Folgende 15 Spieler zählten zur Stammformation des Meisterteams der Saison 1999/2000 : Martin Gihl, Christoph Neis, Bernd Thome, Marco Stroh, Patrick Ewen, Thomas Willms, Sascha Jochum, Lars Zimmer, Michael Schäfer, Gerhard Schu, Dieter Latz, Patrice Jacoby (Torschützenkönig der Kreisliga A mit 30 Treffern !), Frank Wedekind, Jens Neis und Ingo Willems.Die 2. Mannschaft belegte in ihrer ersten gemeinsamen Spielzeit einen guten 4. Rang. Die offizielle Meisterschaftsfeier fand am 16. Juni 2000 in der Kultur- und Sporthalle in Steinbach statt. Im Rahmen des Turniers "Unser Dorf bei Sport und Spiel" in der Zeit vom 31.05. bis 10.06.2000 wurde in Steinbach der Jugendstadtpokal für die F-, E- und D-Jugend ausgerichtet.
Im Jahr 2000 wurde in Dörsdorf das Vereinsheim des RSV renoviert. Beim Stadtpokal-Turnier in Thalexweiler erreichte die SG nach einem 4:2-Sieg am 23.07.00 gegen Landsweiler zum 2. Mal in Folge den 3. Platz. Damit stand der RSV Dörsdorf als Ausrichter des Stadtpokals 2001 fest. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des FV Steinbach am 03.09.00 im Vereinsheim wurde Benno Schmitt zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Am 11.03.2001 wurde in der Mitgliederversammlung des Fördervereins Carlo Recktenwald in seinem Amt als 1. Vorsitzender bestätigt.
In sportlicher Hinsicht machte die SG Steinbach/Dörsdorf auch in neuer Umgebung, der Bezirksliga Nord, eindrucksvoll auf sich aufmerksam. Als Aufsteiger und Neuling beendete man die Saison 2000/2001 mit einem hervorragenden 3. Platz. Vom 3. bis zum 18. und dann noch einmal am 28. Spieltag hatte man die Tabelle sogar angeführt, ehe zwei Niederlagen am Schluß die Träume von der Landesliga beendeten. Die 2. Mannschaft beschloss ihre Bezirksliga-Premiere mit dem 11. Platz. Beim Stadtpokal-Turnier in Dörsdorf, vom 13. bis 22.07.01, erreichte die SG am 22. Juli nach einem 0:2 gegen Lebach einen guten 4. Platz. Im Finale siegte Gresaubach mit 3:2 gegen Thalexweiler. Am 17. November 2001 veranstaltete die SG Steinbach/Dörsdorf ihre "1. Rot-Grüne Nacht" in der Kultur- und Sporthalle in Steinbach. Dabei feierten die "Blue Birds" mit einem tollen Live-Konzert ihr 25-jähriges Bandjubiläum.
Nachdem das Vereinsheim in Dörsdorf bereits ein Jahr zuvor renoviert worden war, begannen im November 2001 auch in Steinbach die Arbeiten am "runderneuerten" Clubheim. Zuvor wurde dort allerdings am 31.10.01 noch eine deftige "Abschiedsfete" veranstaltet. Innerhalb von vier Monaten wurden dann unter großem Einsatz die Arbeiten an Heizung, Solaranlage, Decke, Boden, Theke und Bestuhlung durchgeführt, ehe dann am 26.04.2002 die Neueröffnung des Vereinsheimes mit einer gemütlichen Einweihungsparty gefeiert wurde.
Die Saison 01/02 verlief sportlich nach zwei tollen Jahren eher unbefriedigend. Die 2. Mannschaft wurde immerhin noch Achter. Die 1. Mannschaft, die mehr oder weniger überraschend kurz vor der Saison auf fünf Stammspieler verzichten musste, hatte an diesem Aderlass die gesamte Runde über zu knabbern und musste am Ende mit dem 11. Rang zufrieden sein. Michael Schäfer beendete nach fünf unterm Strich sehr erfolgreichen Jahren beim FV Steinbach und der SG Steinbach/Dörsdorf seine Trainertätigkeit und wechselte zum SV Wahlen. Sein Nachfolger als Spielertrainer wurde der Ex-Steinbacher und zuletzt in Schmelz spielende Jörg Paul.
Nach drei gemeinsamen Jahren mit der Spielgemeinschaft einigten sich die Vorstände des FV Steinbach und des RSV Dörsdorf auf den nächsten konsequenten und logischen Schritt, es wurde eine Verschmelzung beider Clubs zu einem Verein angestrebt. Am 09. Juni 2002 sprachen sich in den Versammlungen von FV und RSV die Mitglieder jeweils fast einstimmig für eine Verschmelzung aus. Bei der Wahl des Namens für den neuen, jetzt rund 500 Mitglieder starken Verein entschied man sich für "RSV Steinbach/Dörsdorf". Am 07.07.2002 fand in Dörsdorf im Gasthaus "Zur Starz" die 1. Mitgliederversammlung des RSV statt, Benno Schmitt wurde zum 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt.
Nach der Verschmelzung zum RSV Steinbach/Dörsdorf ruhte sich der Vorstand nicht auf den Lorbeeren aus. Jetzt galt es, die sportlichen Voraussetzungen für den Verein zu verbessern. Die Verwirklichung eines lang gehegten Wunsches wurde nun in die Tat umgesetzt. Nach zahlreichen Gesprächen, Sitzungen und Verhandlungen erfolgte am Montag, den 19. August 2002, auf dem Sportplatz in Steinbach der "erste Spatentisch" für einen Naturrasenplatz. Zahlreiche Vertreter aus Politik und Kultur waren Zeuge dieses für den RSV Steinbach/Dörsdorf sporthistorischen Ereignisses. In den folgenden Monaten arbeiteten viele freiwillige Helfer, allen voran Benno Schmitt, Ralf Haupert und Carlo Recktenwald, auf und um den Rasenplatz herum. Dann war die neue Prachtanlage des Vereins fertiggestellt, die offizielle Einweihung erfolgte im Rahmen eines Festaktes mit viel Prominenz am Freitag, den 27. Juni 2003.Beinahe hätte der RSV seine Rasenplatzpremiere als Absteiger in der Kreisliga A "feiern" müssen. In einer alles andere als optimal verlaufenen Saison 02/03 schwebte die 1. Mannschaft bis zum allerletzten Spieltag in akuter Abstiegsgefahr, stand (bis auf eine Ausnahme) vom 13. bis zum 28. Spieltag auf einem Abstiegsplatz. Der Vorstand des RSV versuchte alles, um die Bezirksliga zu erhalten, verpflichtete in der Winterpause neue Spieler und Anfang April mit Helmut Berg aus Wiesbach auch noch einen erfahrenen Trainer für Jörg Paul, der sich dem Verein aber weiter als Spieler zur Verfügung stellte. Mit Helmut Berg und Jörg Paul schaffte die Mannschaft mit einem starken Endspurt (nur eine Niederlage in den letzten 8 Begegnungen) doch noch den Klassenerhalt und Platz 13. Die 2. Mannschaft wurde Neunter.
Abschließend wäre noch zu erwähnen, dass der RSV seit April 2003 unter der Adresse www.rsv-steinbach-doersdorf.de auch im Internet zu bewundern ist. Die Seiten wurden erstellt und werden gepflegt durch Web-Profi Armin Kreutzer aus Steinbach.
Mit Ende der Saison 02/03 soll der Blick in die Vereinsgeschichte abgeschlossen werden. Die Aufzeichnungen erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Die Chronik stützt sich auf schriftliche Unterlagen und mündliche Wiedergaben. Die Verfasser hoffen, einige brauchbare Erinnerungen näher gebracht zu haben.